Wasserschalen aus Cortenstahl richtig berosten

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Diese Frage gehört bei uns zu den am meisten gestellten: Wie kann ich meine Wasserschale aus Cortenstahl am besten berosten bzw. rostig werden lassen?

Vielleicht haben auch Sie sich diese Frage schon einmal gestellt.

 

Was Sie in diesem Artikel erwartet und welches Wissen Sie mitnehmen können:

  • Die richtige Berostung bei Wasserschalen aus Cortenstahl
  • Warum die Rostbildung bei Wasserschalen schwieriger ist
  • Was passiert, wenn Wasserschalen immer naß bleiben
  • Wie ich ich für eine haltbare Rostschicht sorgen kann
  • Welche Beschichtung ich verwenden kann

     

    Weil die Frage nach der richtigen Berostung von Wasserschalen aus Cortenstahl so oft gestellt wird, möchte ich Ihnen diesen Artikel in unserem Magazin anbieten, wo wir das Thema einmal ausführlich erläutern.

    Zunächst einmal zum Ursprung:

    Warum stellen uns Kund:innen und Interessenten die Frage nach der Berostung von Wasserschalen so oft?

    Das liegt daran im wesentlich an zwei Punkten:

    • Wasserschalen aus Cortenstahl sind gern und oft gekaufte gekaufte Artikel
    • Die Berostung von Wasserschalen ist nicht ganz so einfach wie bei anderen Produkten aus Cortenstahl

    Auf den zweiten Punkt will ich gern etwas genauer eingehen.

     

    Warum ist die Berostung bei Wasserschalen aus Cor-Ten schwieriger?

    Wasserschalen sind "Behälter", in denen sich permanent Wasser befinden soll - das ist logisch. Gleichzeitig sollen diese Behälter außen und innen die schöne Optik des rostigen Cortenstahls zeigen.

    Daher haben Wasserschalen aus Cortenstahl auch keine Innenbeschichtung aus Kunststoff, wie wir sie bei unseren Wasserbecken verwenden.

    Genau in diesem Punkt liegt der entscheidende Widerspruch: Cortenstahl benötigt zum Entwickeln einer festen Rostpatina den Wechsel zwischen feuchter und trockener Witterung.

    Die Bildung dieser Patina kann einige Monate in Anspruch nehmen. Wenn Sie nun aber von Anfang an Wasser in Ihrer Wasserschale lassen, verhindern Sie die Bildung und Verfestigung der Rostpatina im Inneren der Wasserschale.

    An der Oberfläche des Metalls bildet sich zwar immer wieder Rost. Dieser Rost wird aber zum größten Teil ins Wasser abgegeben. Nur der geringere Teil haftet an der Oberfläche.

     

    Was passiert, wenn meine Wasserschale aus Cortenstahl am Anfang permanent nass bleibt?

    Die Folge ist dann auf längere Zeit unschönes, rostiges Wasser in Ihrer Wasserschale.

    Damit ist keine gesundheitliche Gefahr für Tiere oder Gefahr für umliegenden Pflanzen verbunden. Die Wasserschale sind mit so einer rostbraunen Sauce aber einfach nicht schön aus.

    Mit dem rostigen Wasser ist auf Dauer niemand so richtig glücklich - das ist nachvollziehbar.

    Wie kann ich dafür sorgen, dass sich die Rostpatina an meiner Wasserschale verfestigt?

    Sie können jedoch etwas unternehmen, um so eine Situation gar nicht erst aufkommen zu lassen.

    Leider erfordert das etwas Arbeit und auch Geduld. Das sollten Sie wissen, wenn Sie sich mit der Lösung des Problems "rostiges Wasser" beschäftigen.

    Hier kommt nun meine konkrete Handlungsempfehlung:

    1. Entfetten Sie Ihre Wasserschale nach dem Kauf. Das können Sie mit Spülwasser und einem Lappen oder mit Haushaltsspiritus machen. Sie entfernen damit Öl- und Fettrückstände von der Produktion und erleichtern die Rostbildung.

    2. Behandeln Sie die Wasserschale außen und innen mit einem Rostbeschleuniger wie z.B. dem Rostbeschleuniger von ofivo®. Damit läuft die Bildung der Rostpatina viel schneller ab.

    3. Sorgen Sie dafür, dass die Wasserschale frei bewittert wird.

    4. Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: Gewährleisten Sie, dass ein ständiger Wechsel zwischen nass und trocken, außen wie innen möglich ist Das bedeutet, Ihre Wasserschale darf in der ersten Berostungszeit längere Zeit kein Wasser führen. Mit unseren Wasserschalen von ofivo® ist das sehr gut machbar. Diese Schalen haben einen Ablaufstopfen, den Sie in der Anfangszeit einfach weglassen können. So bleibt kein Regenwasser in der Schale stehen. Sie werden sehen: Es bildet sich relativ zügig eine komplette Rostpatina. Andere Wasserschalen, die solch einen Ablauf nicht besitzen, müssen in der Berostungszeit mehr oder weniger aufrecht aufgestellt werden. Es sollte kein Restwasser in der Schale bleiben. Das Wasser muß ablaufen können.

    5. Wenn sich nach einiger Zeit eine feste Patina gebildet hat, können Sie die Patina beschichten, um Ihr Ergebnis perfekt zu machen. Wie lange es bis zu diesem Zeitpunkt dauert, hängt von Faktoren wie Witterung und Materialbeschaffenheit ab. Sie werden es feststellen, wenn die Patina fest genug ist.

     

    Welche Beschichtung kann ich verwenden, damit das Wasser in der Wasserschale klar bleibt?

    Auch mit einer vollständigen Rostpatina kann es noch zu weiteren Rostablösungen ins Wasser kommen.

    Um den Zustand einer schönen Rostschicht zu erhalten und zu fixieren, ist eine Beschichtung der Patina sinnvoll.

    Erst nach dem Beschichten lösen sich keine Rostbestandteile mehr ins Wasser ab. Für eine Beschichtung gibt es am Markt zahlreiche Produkte und Empfehlung.

    Hier möchte ich auf eine mögliche Cortenstahl-Beschichtung sowie deren Vor- und Nachteile eingehen:

    Wir raten zur Beschichtung der Wasserschale mit Owatrol®-Öl, nachdem sich die gewünschte Rostschicht gebildet hat.

    Owatrol® ist ein relativ preiswertes und schnell trocknendes Kriechöl. Es fixiert die vorhandene Rostschicht und schirmt Wasser ab.

    Nach dem Auftragen mit Rolle oder Pinsel ist es nach ca. 12 Stunden getrocknet und bildet einen transparenten Film auf der Rostoberfläche.

    Jetzt ist die Wasserschale vollumfänglich nutzbar.

    Der Stopfen kann nun in die Wasserschale und sie kann endlich dauerhaft mit Wasser befüllt bleiben.

    Nachteil am Owatrol®-Öl ist, dass die Wirkung durch UV-Strahlung und Bewitterung im Laufe der Zeit nachlässt. Man sollte die Beschichtung am besten jährlich wiederholen. Noch vorhandene Schichten sind einfach überstreichbar.

    Ein weiterer Nachteil ist auch, dass der Cortenstahl durch die Beschichtung in seiner üblichen "Weiterentwicklung" blockiert wird. Die Patina wird sich nicht mehr weiterentwickeln. Normalerweise ist das aber kein Problem.

    Erwähnt werden sollte auch, dass die Beschichtung zu einer leichten Farbvertiefung führt. Daher sollte man zuerst immer eine kleine Probefläche anlegen, um das Ergebnis zu beurteilen.

    Am Markt werden auch zahlreiche andere Beschichtungen angeboten, die ich aber nicht alle getestet habe. Ob diese Beschichtungen besser oder schlechter funktionieren, kann ich daher nicht sagen.

     

    Was kann ich mit meiner Wasserschale tun, wenn die erste Berostung kein gutes Ergebnis gebracht hat?

    Das tolle bei Cortenstahl: Man kann dieses schöne Metall immer wieder auf den Stand "Null" zurückbringen.

    Wenn Ihnen das Ergebnis der ersten Berostung also nicht gefällt: Schleifen Sie die Wasserschale einfach komplett ab, bis Sie das blanke Metall zurückhaben.

    Danach beginnen Sie einfach mit unserer oben genannten Empfehlung von vorn.

     

    Muss der ganze Aufwand sein?

    Unklare Antwort: Kommt darauf an.

    Es kommt vor allem darauf an, welche Erwartung Sie an Ihre Wasserschale haben und wie perfekt es bei Ihnen sein soll.

    Bei unseren Kunden habe ich bereits die komplette Bandbreite von "ich finde die Schale auch mit rostigem Wasser schön" bis hin zu totalen Perfektionisten gesehen, die auch mit wenig Rost im Wasser nicht leben können.

    Weder die eine noch die andere Richtung möchte ich bewerten. Jeder sollte das für sich selbst entscheiden. Wie so oft im Leben haben die Perfektionisten aber den deutlich größeren Aufwand.

    Cortenstahl ist ein Material, das am Anfang Geduld erfordert.

    Dafür haben sie später kaum noch Arbeit damit, werden mit einer schönen Optik belohnt und besitzen ein extrem haltbares und nachhaltiges Produkt.

    Wenn Sie zu diesem oder anderen Themen noch Fragen haben, melden Sie sich gern bei mir.

    Falls Ihnen der Artikel gefallen hat, leiten Sie ihn an einen Freund oder Bekannten weiter, der damit ebenfalls etwas anfangen kann.

     

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