Tipps für deinen Garten im Januar

by Nico Wien

Tipps für deinen Garten im Januar

Dieser Artikel ist für dich, wenn du auch im relativ tristen und kalten Januar etwas für deinen Garten tun möchtest.

Neues Jahr - neues Gartenglück

Das neue Jahr steht in vielen Bereichen für einen Neuanfang.

Warum nicht auch in deinem Garten?

Der Jahresanfang ist ein perfekter Zeitpunkt, um deinen Garten in Ordnung zu bringen und ihn für die kommende Outdoorsaison fit zu machen.

Hier sind sieben Vorschläge von uns für Dinge, die du im Januar in deinem Garten tun kannst:

1. Überhängende Äste und Zweige mit Bedacht zurückschneiden

Ein leichter Rückschnitt im Januar hilft, unempfindliche Obstgehölze, einige Büsche oder Sträucher in Form zu halten und unerwünschte Zweige zu entfernen.

In dieser Jahreszeit ist das für die Pflanzen unter den richtigen Bedingungen schonend möglich.

Für einen schonenden Winterschnitt im Januar ist es wichtig, dass die Außentemperatur nicht unter minus zwei bis drei Grad liegt und das Wetter allgemein nicht zu feucht sein.

Dann werden die Schnitte glatt, splittern wenig und das Risiko von Pilzerkrankungen an den Wunden wird minimiert. Am besten lassen sich Sträucher schneiden, wenn das Wetter trocken, leicht sonnig und nicht zu kalt ist.

Der Winterschnitt findet hauptsächlich als Formschnitt sowie zur Verdichtung und Kräftigung der Pflanze statt.

Beim Winterschnitt werden hauptsächlich tote Äste entfernt. Diese sind krankheitsanfällig und können somit den ganzen Baum oder Strauch beschädigen.

Durch viele wahllos wachsende Äste werden Bäumen und Sträuchern viel Saft und Energie entzogen. In der Folge würde er weniger, kleinere oder gar keine Früchte mehr tragen.

2. Unkraut jäten

Unkraut kann sich schnell ausbreiten und den Garten überwuchern, also ist es wichtig, regelmäßig zu jäten.

Aber Unkraut jäten im Winter – ist das wirklich erforderlich?

Sofern du dich in der nächsten Gartensaison nicht ständig über das sprießende Unkraut ärgern möchtest, ist die Antwort ein eindeutiges Ja. Robuste Unkräuter wie Vogelknöterich oder Vogelmiere gedeihen auch in den Wintermonaten.

Zum Keimen genügen ihnen bereits Außentemperaturen von sechs Grad. Sobald sie ihre Wurzeln in den Boden geschlagen haben, beanspruchen sie die dortigen Nährstoffe für sich. Insbesondere Wurzelkräuter wie Schachtelhalm oder Quecke sollten Sie aus Ihrem Garten entfernen.

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen durchbrechen die Frühjahrsblüher das Erdreich und erfreuen die Menschen mit ihrem Anblick.

Das Ärgerliche ist jedoch, dass sich auch Löwenzahn, Vogelmiere und Co. in ihrer ganzen Pracht präsentieren möchten. Damit sich Letztere nicht unkontrolliert im Garten verbreiten, solltest du bereits jetzt mit dem Jäten beginnen.

3. Rasen schützen

Im Januar und Februar ist keine besondere Aufmerksamkeit für den Rasen erforderlich - eher im Gegenteil: Die Rasenfläche sollte möglichst nicht betreten oder anderweitig verändert werden.

Gefrorene Halme können leicht brechen und somit absterben. Auch weggeräumter Schnee sollte nicht dauerhaft und in Mengen auf dem Rasen gelagert werden. Wird dieser zu viel, erhält das Gras nicht genügend Sauerstoff. Dieser äußert sich darin, dass die Halme gelb werden und absterben.

Am besten lässt du den Rasen in dieser Zeit in Ruhe und vermeidet große Aktionen auf dem meist weichen oder nassen Untergrund.

Gartenpflanzen im Januar

4. An Vögel denken

Vögel benötigen im Winter mehr Futter. Vor allem in Zeiten von Schnee und Eis. Stelle sicher, dass du ihnen ausreichend Futter zur Verfügung stellst.

Wenn du Vögel im Winter füttern möchtest, solltest du dies normalerweise von November bis Ende Februar tun. Bei Frost oder Schnee wird das Futter besonders häufig angenommen.

Damit die Tiere nicht im Futter herumlaufen und es mit Kot verschmutzen können, solltest du Futtersilos (Futterspender) verwenden. Auf diese Weise wird die Übertragung und Ausbreitung von Krankheitserregern minimiert.

Futtersilos müssen so gebaut und angebracht sein, dass das Futter auch bei starkem Wind, Schnee und Regen nicht durchnässt werden kann - sonst verdirbt oder vereist es. Als Basisfutter eignet sich Sonnenblumenkerne, da fast alle Arten damit umgehen können.

5. Einige Pflanzen auch im Winter bewässern

Im Winter ist es wichtig, manche Pflanzen regelmäßig zu bewässern, da sie sonst austrocknen können. Achte besonders auf Topfpflanzen, die häufiger bewässert werden müssen als Pflanzen im Freien.

Es ist wichtig, dass du einige deiner Pflanzen regelmäßig wässerst, damit sie nicht vertrocknen. Dies gilt vor allem für Gewächse, die unter Dachvorsprüngen stehen und deshalb keinen Regen abbekommen.

Wie oft du das machen musst, hängt von der Pflanzengröße und der Witterung ab. Hierfür gibt es allerdings keine genauen Angaben. Die meisten Pflanzen vertrocknen bei Minusgraden nicht, sondern erfrieren.

Im Gegensatz zu sommergrünen Laubgehölzen brauchen immergrüne Laub- und Nadelgehölze auch im Winter weiterhin Wasser - natürlich nicht in solchen Mengen wie im Sommer.

Wasser wird vor allem dann benötigt, wenn die Sonne scheint und die Pflanzen über ihre Blätter Feuchtigkeit abgeben können. Sind dann zugleich der Boden gefroren und somit die Wurzeln deshalb nicht in der Lage, aufzunehmen, verdurstet die Pflanze innerhalb kurzer Zeit.

6. Gartengeräte pflegen

Der Januar ist auch ein guter Monat, um deine Gartengeräte vor der Saison in Ordnung zu bringen.

Metallwerkzeuge solltest du von Schmutz befreien. Beseitige groben Dreck mit einem Handbesen oder einer Schrubberbürste.

Überprüfe bei Heckenscheren den festen Sitz der Schrauben auf dem Schneidmesser. Danach kannst du die Werkzeuge mit schützendem Öl einsprühen.

Die beweglichen Teile von Gartenscheren und anderen, kleinen Werkzeugen können ebenfalls mit etwas Öl behandelt werden. So bleiben alle Teile leichtgängig.

Bei allen akkubetriebenen Geräten solltest du in der Winterpause die Akkus herausnehmen und an einem trocknen und frostfreien Ort aufbewahren. Dann gibt es im Frühling kleine böse Überraschung mit der Technik.

7. Gartenhaus aufräumen

Wenn wir schon beim Werkzeug sind: Warum nimmst du dir nicht auch gleich das Gartenhaus vor?

An trockenen Tagen bietet sich ein „Hausputz“ für das innere des Gartenhauses an. Am besten läuft das, wenn alles nach außen geräumt wird und man das Gartenhaus einmal komplett leer räumt.

Jetzt kannst du Dinge, die nicht mehr benötigt werden, von anderen Dingen trennen, die bleiben sollen.

Das leer geräumte Haus wird nun einmal richtig besenrein gekehrt. Alles, was bleibt, kommt danach wieder rein.

Den angefallenen Müll fährst du danach zum Recyclinghof und Reste von Düngern, Öl, Reinigern usw. kommen bitte zur Problemstoff-Annahmestelle.

Dein Gartenhaus ist danach wieder top in Schuss und schön aufgeräumt wie am ersten Tag. Du wirst sehen: Ein ganz neues Lebensgefühl setzt ein.

Dein Garten, das Gartenhäuschen und auch die Werkzeuge sind jetzt für die kommende Saison bestens vorbereitet. Du hast die manchmal öde Zeit im Januar bestens genutzt. Ist das nicht herrlich?

Was fängst Du sonst noch so mit deinem Garten im Januar an? Schick mir gern einmal eine Nachricht an nico@ofivo.com .